We’re using cookies to give you the best experience possible of Essity.com. Read more about the cookies we use and how to change your settings:

Essity B 235.7 (+5.7 SEK) on 22-Sep-2018 17:33

Select region


Global site


Ute Kaupp (vorne) mit ihrem Team für Tissue und Verarbeitung.
Unsere Produktionsplaner haben einen ziemlich aufregenden Job, denn: Bei ihnen laufen alle Informationen zusammen. Wir haben uns mal mit Ute Kaupp, Production Planning Leader Logistics Mannheim, unterhalten und wollten von ihr wissen: Wie sieht eigentlich der Alltag eines Produktionsplaners aus?

Was genau machen Produktionsplaner?
 
Kurz gesagt: Wir stellen sicher, dass immer ausreichend Produkte da sind, um sie rechtzeitig an unsere Kunden zu versenden. Konkret sorgen wir dafür, dass alle für die Produktion benötigten Materialien, wie Mutterrollen, Packstoffe, Chemikalien, vorhanden sind. Wir stimmen mit der Produktion die Belegung unserer 23 Fertigungslinien und fünf Tissuemaschinen ab. Nicht jede Linie kann alles herstellen. Damit sie effizient laufen, müssen wir gut koordinieren, welches Fertigprodukt an welcher Linie, in welcher Reihenfolge und Menge eingeplant wird. Und wir bedenken dabei auch immer die Lagerbestände: Produzieren wir zu viel, bindet das Geld, und wir wollen die Lagerkosten optimieren. Wir haben ständig Kontakt zu Vertrieb, Marketing und IDC, Einkauf, Produktion und Logistik. 
 
Wisst ihr immer im Voraus, wie viel ein Kunde bestellen wird?

Nein. Es gibt keine festen Verträge zur Bestellmenge. Die Kunst besteht darin, auf Lager zu produzieren um genügend Fertigprodukte für die Aufträge vorrätig zu haben. Gleichzeitig dürfen wir aber keinen zu großen Bestand aufbauen. 
 
Woran orientiert ihr euch bei der Planung?

Gute „Forecasts“ sind wichtig, also die Vorhersagen des Bedarfs, die uns die Demand Planner und Key Accounter aus den Business Units im System zur Verfügung stellen. Sie beruhen auf Vergangenheits- und Erfahrungswerten sowie auf Informationen des Kunden. Trotzdem müssen wir sehr oft spontan auf bestimmte Entwicklungen reagieren. 
 
Das klingt ziemlich herausfordernd …

Stimmt, aber genau das zeichnet meinen Job aus. Es passieren ständig unvorhersehbare Dinge, auf die wir sofort reagieren müssen: Ein Lieferant kann nicht liefern oder die gelieferte Qualität ist nicht gut genug. Eine Anlage ist defekt oder produziert nicht die ausreichende Menge. Die Grippe geht um und wir können nicht genug Linien betreiben. Ein Kunde bestellt anders als gedacht ... Wir planen eigentlich ständig um. Daher ist es wichtig, Spaß an Herausforderungen zu haben und sich über jede einzelne zu freuen, die man gemeistert hat. 
 
Was macht gute Production Planner aus?

Er oder sie sollte Zahlen wirklich lieben, zehn Bälle auf einmal jonglieren können – und dabei immer den gesamten Prozess vom Vertrieb bis zur Verladung im Auge behalten. Vor allem aber ist Courage gefragt: Die Entscheidung eines Planers/einer Planerin beeinflusst alles bis hin zur Lieferung an den Kunden – und zwar sofort. Vor dieser Verantwortung darf man keine Angst haben.