Essity B 260.6 (+3 SEK) on 28-Nov-2022 17:32

Nachhaltigkeit bei Essity

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Als weltweit führendes Hygiene- und Gesundheitsunternehmen ist sich Essity seiner Verantwortung für Mensch und Umwelt bewusst und hat eine Führungsrolle übernommen, um den industriellen Transformationsprozess voranzutreiben. Zusammen mit unseren Kunden und anderen Partnern entwickeln wir ununterbrochen neue Technologien, Produkte und Lösungen für eine nachhaltige Gesellschaft, die in Kreisläufen denkt. Nur ein paar Beispiele:

Im Mannheimer Essity-Werk ist eine neue Strohzellstoff-Anlage entstanden.
Einzigartige Kreislauf-Technologie

Alternativer Zellstoff aus Stroh

Essity ist das erste Unternehmen in Europa, das hochwertigen Zellstoff aus Stroh herstellt. In unserem Werk in Mannheim ist dafür eine einzigartige Anlage entstanden, die neue Industriemaßstäbe setzt. Unser neuer Strohzellstoff ist genauso weich, reißfest und saugstark wie herkömmlicher Zellstoff aus Holzfasern. Gleichzeitig hat er einen um mindestens 20% geringeren ökologischen Fußabdruck, auch im Vergleich zu Zellstoff aus Recyclingfasern.

Das Essity-Werk in Kostheim.
CO2-freie Produktion

Grüner Wasserstoff statt Erdgas

In einem Pilotprojekt in unserem Werk in Mainz-Kostheim ersetzen wir als weltweit erstes Unternehmen das in der Papierproduktion verwendete Erdgas durch grünen Wasserstoff. Dafür statten wir im Herbst 2022 die größte Papiermaschine des Standortes bei laufenden Betrieb mit neuen Brennern aus. 11.000 Tonnen CO2 können wir dadurch an dieser Stelle einsparen. Unser Ziel ist eine komplett CO2-freie Produktion. 

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Energy Efficiency Award 2021

Strom sparen durch Prozessoptimierung

Im Rahmen unseres Esave-Programms arbeiten wir ständig daran, Prozesse zu optimieren und Energie zu sparen. Für ein Projekt aus Neuss gab es 2021 einen Energy Efficiency Award der Deutschen Energie-Agentur (dena). Die Kolleg*innen haben die Rotorendrehzahl der sogenannten Pulper neu eingestellt - siehe Film! So konnte der Energieverbrauch um rund 1,8 GWh pro Jahr reduziert werden. Das entspricht dem Verbrauch von beinahe 500 Vier-Personen-Haushalten und 800 Tonnen CO2. 

Die Solarstromanlage auf dem Dach der Kostheimer Papierverarbeitungshalle.
Regenerativer Strom vom Dach

Photovoltaik-Anlage auf der Produktionshalle

Auch Dachflächen lassen sich nachhaltig nutzen, wie ein weiteres Beispiel aus unserem Werk in Mainz-Kostheim zeigt. Dort ist in Zusammenarbeit mit der UrStrom BürgerEnergieGenossenschaft Mainz eine leistungsstarke Photovoltaik-Anlage auf dem Dach einer neuen Papierverarbeitungshalle entstanden. Die Anlage produziert nicht nur nachhaltigen Strom für die Kostheimer Nachbarschaft. Sie versorgt auch eine werksinterne Ladesäule mit Energie, an der Kolleg*innen ihr Elektro-Auto aufladen können.

Produkte von Zewa
HolyGrail 2.0 Initiative

Einsatz für nachhaltige Verpackungen

Eine der größten Herausforderungen, um Plastik-Verpackungen im Kreislauf nutzen zu können: Plastik-Abfall muss besser sortiert werden. Deshalb unterstützen wir zusammen mit 130 anderen Unternehmen die Initiative HolyGrail 2.0 und werden in Zukunft unsichtbare digitale Wasserzeichen auf unseren Verpackungen integrieren. Schon heute ist ein Großteil unserer Verpackungen zu 100 Prozent recycelbar und wir setzen erneuerbare und recycelte Materialien ein. Bis zum Jahr 2025 sollen es 85% sein. 

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Smarte Produktinnovation

Zewa Toilettenpapier ohne Papphülse

Klingt simpel, ist es aber nicht: Um bei unserem Zewa Smart Toilettenpapier auf die Papphülse verzichten zu können, musste eine ganz neue Produktionsanlage entwickelt werden. Das Ergebnis: Im Vergleich zu herkömmlichen Toilettenpapier fällt weniger Abfall an. Durch die doppelte Blattzahl auf den kompakteren Rollen sinkt der Bedarf an Verpackungsmaterial um über 40%. Und es passen 2,5x mehr Rollen in die Liefer-Lkw, was die Anzahl der Transporte um 60% reduziert. 

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Das integrierte Werk Mannheim

Papier und Energie aus nachhaltigem Holz

In unserem Werk in Mannheim finden alle Fertigungsschritte bis zum finalen Produkt statt - angefangen beim Zellstoff. Das Holz, das hier zu Zellstoff verarbeitet wird, besteht dabei zu 75% aus Sägewerk-Resten. Der übrige Teil sind kranke und geschädigte Bäume, also Durchforstungshölzer.

Das Besondere an Mannheims integrierte Produktion: Aus den Resten der Zellstofferzeugung (z.b. Rinde, Lignin) entsteht im werkseigenen Kraftwerk nicht nur grüne Energie. Wir sparen auch Energie, indem wir ohne Zwischentrocknung aus Zellstoff Papier machen!

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Tork PaperCircle

Erster Recyclingservice für Papierhandtücher

Hygienepapier kann man nicht recyceln? Wir schon! Mit dem Tork PaperCircle haben wir den weltweit ersten Recyclingservice für gebrauchte Papierhandtücher erfunden. So reduzieren wir nicht nur die Abfallmenge um bis zu 20%. Auch die CO2-Bilanz für Papierhandtücher sinkt um mindestens 40%.

Außerdem - schon gewusst? Rund 40% aller Fasern in unseren Tissue-Produkten weltweit stammen aus Recyclingpapier. Und: Wir investieren kontinuierlich in neue Technologien, damit ein noch größeres Spektrum an Papier genutzt werden kann.

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Nachhaltiger Schutz bei Blasenschwäche

Waschbare Unterwäsche von TENA

Als erste Inkontinenzmarke in Deutschland hat Essity waschbare Inkontinenz-Slips auf den Markt gebracht - und zwar sowohl für Frauen als auch für Männer. Die schwarzen TENA Silhouette Inkontinenz-Slips und die TENA MEN Boxershorts sind aus hochwertigen Qualitätsstoffen gefertigt. Sie können wie ganz normale Unterwäsche getragen und mit der restlichen Kleidung bei 40 Grad gewaschen werden.

Eine Mutter putzt ihrem Kleinkind die Nase.
Schnell nachwachsender Rohstoff

Tempo Taschentücher mit Bambus-Fasern

Bambus ist eine erneuerbare Ressource, die schneller nachwächst als traditionelle Taschentuch-Rohstoffe. Die neuen Tempo Bamboo Eco Taschentücher bestehen zu 25% aus zertifizierten Bambus-Fasern und haben Dank ressourcenschonender Produktions-Technologie einen bis zu 5% reduzierten CO2-Fußabdruck. Der Clou außerdem: Sie sind mit nur drei Lagen genauso dick wie vierlagige Taschentücher.

Das Essity-Werk Kostheim.
Sauber rein, sauber raus

Verantwortungsvoller Umgang mit Wasser

In unseren Werken unternehmen wir alles, um die wertvolle Ressource Wasser zu schützen. Es wird zum Beispiel schon vor der ersten Nutzung gereinigt - wie in Mainz-Kostheim, wo eine Aufbereitungsanlage mit Ultrafiltration dafür sorgt, dass das Flusswasser für die Produktion von Verschmutzungen befreit wird. Anschließend wird es in internen Kreisläufen mehrfach genutzt, bevor wir es geklärt zurückgeben.

Die biologische Kläranlage unseres Mannheimer Werks könnte das gesamte Abwasser von Mannheim und Heidelberg reinigen. Erst 2017 haben wir über 7 Mio. Euro in die Erweiterung der anaeroben Reinigungsstufe investiert. Das hat nicht nur die Wasserqualität noch weiter verbessert. 85% der organischen Inhaltsstoffe im Abwasser werden auch in Biogas umgewandelt. Daraus entsteht im werkseigenen Kraftwerk Energie für die Produktion.

Das International Distribution Center in Mannheim.
Neue Logistik-Lösungen

Weniger CO2 durch weniger Lkw-Fahrten

Das hat sich doppelt gelohnt: 2018 haben wir auf dem Werksgelände in Mannheim ein automatisches Warenlager mit 25.000 neuen Palettenplätzen eröffnet. Dadurch können wir unsere Produkte nicht nur schneller und ohne externe Zwischenlagerung an Kunden versenden. Wir brauchen im Jahr auch etwa 20% weniger Umfuhren zwischen Werk und Außenlagern. Weniger Lkw bedeuten weniger CO2.

Weitere Beispiele für nachhaltige Logistik-Projekte: In Neuss testen wir in Kooperation mit DB Cargo Logistics seit März 2021 eine Lkw-Zug-Lkw-Kombination. CO2-Ersparnis gegenüber dem reinen Straßenverkehr etwa 75 bis 80%. Auf einer Route in Witzenhausen sowie einer Rundfahrt zwischen Neuss, Mannheim und einem Kundenlager haben wir außerdem sogenannte Lang-Lkws im Einsatz. Resultat alleine in Witzenhausen: 60% weniger Fahrten im Jahr.