Essity B 265 (+3.7 SEK) on 19-Aug-2022 17:29

Zentrale Handlungsbereiche

Wir haben acht zentrale Handlungsbereiche:

Nachhaltige Innovationen

Unsere führenden Hygiene- und Gesundheitslösungen bilden das Herzstück unseres Unternehmens. Gemeinsam mit Partnern nutzen wir unsere Erfahrung und Ressourcen, um Innovationen zu beschleunigen. So stellen wir sicher, dass unser Portfolio die Anforderungen der Kunden und Verbraucher*innen erfüllt und gleichzeitig zu einer Kreislaufgesellschaft und einer klimaneutralen Zukunft beiträgt.

Der Klimawandel ist das dringendste Thema unserer Zeit. Seine Auswirkungen sind weitreichend und global. Gleichzeitig ist er auch eines der größten Risiken für unser Unternehmen. Jeder von uns muss jetzt handeln. Für uns steht Nachhaltigkeit schon immer im Zentrum unseres unternehmerischen Tuns. Denn wir wissen, dass das, was für Mensch und Umwelt gut ist, auch gut für unser Unternehmen ist. Als eines der führenden Hygiene- und Gesundheitsunternehmen der Welt verfügen wir über die Größe und Präsenz, um Fortschritt voranzutreiben und zu kollektiven Maßnahmen beizutragen.

Wir entwickeln Produkte und Lösungen, die weniger Material erfordern und kohlenstoffarme Materialien für ihre Fertigung nutzen. Unsere zentralen Strategien konzentrieren sich auf wiederverwendbare Produkte und Designkonzepte, die den Verbrauch reduzieren.

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Weniger Materialverbrauch

Wir arbeiten kontinuierlich daran, intelligentere Designs und überlegenere Materialien zu entwickeln, um die Klimafolgen im gesamten Produktlebenszyklus zu reduzieren. Dünnere Inkontinenz-, Baby- und Damenhygieneprodukte tragen dazu bei, dass bei gleicher oder sogar besserer Produktleistung weniger Ressourcen gebraucht werden. Komprimiertes Hygienepapier und hülsenlose Toilettenpapierrollen sind weitere Beispiele für Produktinnovationen, die Transport und Abfall reduzieren.

Einführung von mehr wiederverwendbaren Produkten

Wir erweitern unser Sortiment um nachhaltige, wiederverwendbare Produkte. Dazu gehören zum Beispiel Menstruationstassen, waschbare Periodenunterwäsche und die waschbare absorbierende Unterwäsche von TENA, die Verbraucher*innen umweltfreundlichere Optionen bieten.

Mit Blick auf 2050 werden wir Wege finden, um diese Lösungen weiter auszubauen und zu kommerzialisieren. Wir erforschen Materialien und Innovationen, die einerseits unsere hohen Ansprüche an hochwertige Qualitätsprodukte erfüllen. Gleichzeitig sollen sie Umweltbelastungen verringern und zu einer besseren Kreislaufwirtschaft beitragen.

Neue Kooperationsmodelle für beschleunigte Innovation

Essity Ventures ist eine strategische unternehmensinterne Initiative von Essity, die den Wandel hin zu nachhaltigeren und digital fortschrittlicheren Gesundheits- und Hygienelösungen anführen soll. Wir suchen aktiv nach neuen Geschäftsmodellen und Partnern mit nachhaltigen Innovationen. So wollen wir den Übergang zu einer Kreislaufgesellschaft beschleunigen und Lösungen für ein neues Leben nach dem Gebrauch entwickeln.

Kohlenstoffarme Rohstoffe

Rohstoffe machen ein Fünftel der Emissionen von Essity aus. Auf dem Weg zur Klimaneutralität arbeiten wir daran, kohlenstoffarme Materialien zu identifizieren und auf diese umzustellen. Gleichzeitig setzen wir uns für eine verantwortungsvolle Forstwirtschaft und größere Biodiversität ein.

Der größte Teil der Emissionen aus zugekauften Rohstoffen stammt von Frischfasern, Kunststoffen und Zellstoff, die wir für unsere Produkte und Verpackungen nutzen. Wir arbeiten eng mit unseren Lieferanten zusammen, um den Fußabdruck zugekaufter Materialien zu reduzieren. Dazu gehört, dass wir zur Annahme von Zielen gemäß SBTi ermutigen, die Nutzung erneuerbarer Energie erhöhen und nachhaltige Innovationen in Bezug auf zugekaufte Rohstoffe und Verpackungen fördern. Wir investieren in Maschinen, die die Verarbeitung alternativer Rohstoffe mit einem geringeren CO2-Fußabdruck ermöglichen.

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Mehr erneuerbare und alternative Materialien

Um unsere Treibhausgasemissionen zu reduzieren, erhöhen wir den Anteil recycelter und erneuerbarer Materialien und führen alternative Materialien ein. Erneuerbare Materialien sind unter anderem Frischfasern aus verantwortungsvollen Quellen, recycelte Fasern und alternative Fasern, wie Stroh. Außerdem erhöhen wir den Anteil erneuerbarer oder recycelter Kunststoffe in unseren Verpackungen.

Ein wichtiger Meilenstein war die Investition von etwa 11 Millionen EUR in unser Werk Hondouville in Frankreich. Dadurch können wir dort 98% der in Lebensmittel- und Getränkekartons enthaltenen Papierfasern zurückgewinnen.

Kampf gegen Raubbau und Zerstörung von Wäldern

Intakte Wälder werden bei der globalen Reduzierung von Treibhausgasen eine wichtige Rolle spielen. Um sicherzustellen, dass alle holzbasierten Frischfasern, die in einem Produkt oder einer Verpackung von Essity verwendet werden, aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft stammen, kaufen wir ausschließlich Fasern, die gemäß Forest Stewardship Council (FSC) oder dem Programme for the Endorsement of Forest Certification (PEFC) zertifiziert sind. Diese Programme legen ein besonderes Augenmerk auf den Schutz der Wälder, umCO2 aus der Atmosphäre zu entfernen. Wir investieren in konkrete Projekte, um nachhaltiges Forstmanagement zu fördern und Raubbau zu verhindern. Um gegen die globale Entwaldung vorzugehen, beteiligen wir uns an globalen Foren, wie der Forest Positive Coalition of Action des Consumer Goods Forum (CGF).

Produktion ohne fossile Brennstoffe

Fossilfrei zu werden in einer Branche, die traditionell energieintensiv ist, ist eine unserer wichtigsten und herausforderndsten Aufgaben, wenn wir bis 2050 klimaneutral werden wollen. Um dies zu erreichen, engagieren wir uns dafür, die Standards der Branche neu zu definieren und in bahnbrechende Technologie zu investieren.

Investitionen in Dekarbonisierung

Ein Übergang zu Brennstoffen aus erneuerbaren Quellen erfordert Alternativen, die heute nicht im großen Maßstab vorhanden sind. Die interessantesten Alternativen für Essity in naher Zukunft sind unter anderem Wasserstoff, geothermischer Dampf, nachhaltige Biomasse und synthetisches Biogas.

Wir haben bereits signifikante Fortschritte mit einer biomassebetriebenen Anlage in Lilla Edet, Schweden, erzielt. An unserem Standort in Kawerau, Neuseeland, haben wir in die weltweit erste Maschine für Hygienepapier mit vollständig geothermalem Dampftrocknungsprozess investiert. Durch die Reduktion des Zellstoffverbrauchs, weniger Abfall und die Eliminierung der Nutzung von Erdgas als Energiequelle tragen die Verbesserungen in Kawerau dazu bei, die Kohlenstoffemissionen um 23% zu reduzieren.

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Förderung des Ausbaus erneuerbarer Stromquellen

Heute werden alle unsere europäischen Produktionsstandorte, an denen Baby-, Damenhygiene- und Inkontinenzprodukte hergestellt werden, mit Strom aus erneuerbaren Quellen betrieben. Dies wird auf weitere Standorte weltweit ausgedehnt.

Essitys Biogasbetriebene Anlage in Lilla Edet

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„Durch das vollständige Ersetzen von Erdgas durch Biogas und den Wechsel zu zertifizierten erneuerbaren Stromquellen reduziert unsere Produktionseinrichtung in Lilla Edet in Schweden bei normaler Produktion ihre CO2-Emissionen durch fossile Brennstoffe auf null. Es ist die weltweit erste Großanlage für Hygienepapier mit einer Produktion ohne fossile CO2-Emissionen.“

– Christian Carlsson, Werkleiter von Lilla Edet

Ressourceneffizienz

Der globale Verbrauch von Ressourcen trägt zu einer wachsenden Materialknappheit und zu einer Zunahme von Emissionen bei. Bei Essity verfügen wir über eine lange Erfahrung, was ressourceneffizientes Arbeiten betrifft.

Viele kleine Dinge können etwas Großes bewirken. Indem wir eine Kultur der Ressourceneffizienz fördern, haben wir die Emissionen aus unserem Energieverbrauch zwischen 2016 und 2021 um 15% reduziert. Mit Blick auf 2050 müssen wir auf unserem Weg zur Klimaneutralität alle Hebel in Bewegung setzen und alle Mitarbeitenden mit einbinden.

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Investitionen in hochmoderne Technologie

Wir arbeiten mit externen Stakeholdern, wie Maschinenlieferanten und Fachorganisationen zusammen, um kontinuierliche Führung, Energieeffizienz bei Materialien und ständige Verbesserungen sicherzustellen. Alle neuen Anlagen sind bereits ressourceneffizient konstruiert und bei der Investition in Umbauten beziehen wir stets hochmoderne technologische Lösungen mit ein. 

Weltweiter Austausch von Best Practices

Unseren Mitarbeitenden zuzuhören und sie in unsere täglichen Verbesserungsaktivitäten mit einzubinden, ist entscheidend dafür, ressourceneffizienter zu werden. Wir setzen auf den Wissensaustausch im gesamten Unternehmen durch Schulungen und Netzwerke. Best Practices werden in Echtzeit digital ausgetauscht, um Energieexzellenz zu erzielen, indem wir voneinander lernen.

Digitalisierung in der Fertigung

Wir implementieren digitale Lösungen bei allen unseren Betriebstätigkeiten. Dazu gehören KI-gesteuerte präskriptive Wartungen, smarte Sensoren, fortschrittliche Datenanalytik sowie Robotisierung und Automation, um ressourceneffizient zu werden. So können unsere Maschinen effizienter laufen und es fällt weniger Abfall an. 

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Bahnbrechende Technologie

Wir sind der Überzeugung, dass bahnbrechende Technologie das A und O für die Dekarbonisierung ist. Indem wir interne Teams mobilisieren und mit externen Forschungsinstituten und führenden Technologiepartnern kooperieren, übernimmt Essity Verantwortung und treibt den Transformationsprozess voran.

Wir bauen Testlabore und liefern Machbarkeitsnachweise für bahnbrechende Ideen, um den erforderlichen Wandel der Industrie zu beschleunigen. Wir haben bereits demonstriert, dass wir bahnbrechende Technologie skalieren können: Unser Werk in Mannheim ist das erste integrierte Tissue-Werk Europas, das in industriellem Maßstab Hygienepapier mit Stroh produziert.

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Null Produktionsabfall

Essity arbeitet aktiv daran, aus Produktionsabfall eine wertvolle Ressource zu machen. Das Ziel ist null Produktionsabfall bis 2030.

Abfall wird bei unserem Produktionsprozess in Form von Asche, Schlamm, organischem Abfall und Kunststoff generiert, insbesondere, wenn recycelte Fasern als Rohstoff verwendet werden. Unsere Produktionsstandorte arbeiten daran, diesen Abfall zu reduzieren und alternative Abfalllösungen zu finden. Indem wir die in Deponien entsorgte Abfallmenge verringern und den Abfall stattdessen recyceln oder zur Energiegewinnung nutzen, reduzieren wir Treibhausgasemissionen. 2021 wurden auf diese Weise 64% unseres Produktionsabfalls weiter verwertet. 

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Umwandlung von Abfall in wertvolle Ressourcen

Bei Essity arbeiten wir mit Spezialisten daran, die Schlamm- und Kunststoffrückstände unserer Prozesse in Kreislauflösungen umzuwandeln, zum Beispiel in Fasern, Energie, Tiereinstreu oder Kunststoffverpackungen. Mit Blick auf 2050 werden wir effiziente Methoden entwickeln, um diese Technologien in größerem Maßstab zu implementieren.

Nachhaltiger Transport

Unser Ziel für 2050 erfordert ein saubereres und schlankeres Logistiknetzwerk, das Materialien von unseren Lieferanten zu unseren Anlagen und unsere Produkte an Vertriebszentren in aller Welt liefert.

Heute macht die Seefracht den größten Anteil des Inbound-Transports von Essity aus, während der Outbound-Transport hauptsächlich auf Straßen- und Schienentransport basiert. Essity wird sich eine Reihe von Strategien zunutze machen, um hier entsprechend unseren Netto-Null-Ambitionen Fortschritte zu machen.

Fokus auf sauberer Fahrzeugtechnologie

Wir stellen auf nachhaltigere Transportweisen um, wie kurze Seewege, Schienentransport und intermodale Lösungen. Indem wir bei der Beauftragung von Frachtdienstleistungen die höchsten Emissionsstandards fordern und alternative Brennstoffe erproben, nutzen wir die neuesten auf dem Markt verfügbaren Technologien. Wir gehen schrittweise zu batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen für den Straßentransport über, und zu alternativen fossilfreien Brennstoffen für den See- und Straßentransport.

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Kooperationen zur Emissionsreduzierung

Wir vernetzen uns aktiv mit grünen Logistikprogrammen, der Logistikbranche, Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen sowie Benchmarking- und Prüforganisationen.

Wir beteiligen uns an lokalen Projekten und Partnerschaften mit Kunden und Lieferanten, um gemeinsam Transportemissionen zu reduzieren. Eine zentrale Initiative ist die Erprobung neuer Technologien mit Lieferanten, wie etwa CNG-LKWs* für Shuttles und Elektrolastkraftwagen für den Letzte-Meile-Transport.

*CNG, Compressed Natural Gas (Erdgas), ist ein Brennstoffgas, das signifikant weniger direkte Emissionen ausstößt als Benzin oder Diesel.

Weniger Abfall nach dem Gebrauch

Emissionen aus der Entsorgung von Produkten machen etwa ein Viertel unseres gesamten CO2-Fußabdrucks aus. Wir ergreifen Maßnahmen, um den Abfall nach Gebrauch zu reduzieren, indem wir uns Verpackungsziele gesetzt haben und Recyclingprozesse entwickeln, die ein neues Leben nach dem Gebrauch ermöglichen.

Zum CO2-Fußabdruck von Abfall tragen vor allem die Emissionen aus der Verbrennung von Kunststoff und die Entsorgung der Produkte in Deponien bei. Zusätzlich zur Entwicklung von wiederverwendbaren Produkten oder von Produkten, die aus erneuerbaren und recycelten Materialien gefertigt werden, konzentriert sich Essity daher auf die Verbesserung der Recycelbarkeit und auf Investitionen in die Kreislaufwirtschaft nach dem Gebrauch.

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Verbesserte Recycelbarkeit

Wir haben uns dazu verpflichtet, bis 2025 100% unserer Verpackung technisch recycelbar zu machen. Das heißt, dass wir das Verpackungsdesign verbessern, um den Materialeinsatz zu reduzieren und das Recycling innerhalb der bestehenden Infrastrukturen zu erleichtern. 2021 waren 81% unserer gesamten Verpackungen und 73% unserer Kunststoffverpackungen recycelbar. 

Investitionen in Kreislaifwirtschaft nach dem Gebrauch

Um Abfall zu reduzieren und neue Anwendungsmöglichkeiten für die in unseren Produkten und Verpackungen enthaltenen Materialien zu schaffen, entwickeln wir innovative Lösungen zur Reduktion des Verbrauchs sowie neue Geschäftsmodelle für das Recycling. So bieten wir zur Abfallreduktion beispielsweise kompostierbare Hygienepapierprodukte an, und der Tork PaperCircle Recycling-Service wurde auf zehn Märkte ausgeweitet. Im Hinblick auf das Recycling von Kunststoff ist Essity 2021 der HolyGrail 2.0 Initiative beigetreten, die ein digitales Wasserzeichen nutzt, um die Sortierung zu verbessern und die Recyclingrate von Kunststoffabfall in der EU zu steigern.

Gemeinsam handeln für einen systematischen Wandel

Im Rahmen unseres Beitrags zum Übergang zu einer Kreislaufgesellschaft ist Essity seit 2018 Mitglied der Ellen MacArthur Foundation. Wir sind Unterzeichner der EMF New Plastic Economy, die sicherstellen will, dass Kunststoffe niemals zu Abfall werden.

Unsere Verpflichtung beinhaltet Folgendes:

  • Ergreifen von Maßnahmen, um unnötige Kunststoffverpackungen zu eliminieren.

  • Überprüfen von Modellen zur Wiederverwendung, wo diese relevant sind

  • 100%ige Recyclingfähigkeit von Kunststoffverpackungen bis 2025

  • Nutzung von 25% recycelten Kunststoffen bis 2025

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