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Essity B 286.5 on 22-May-2019 18:00

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Um den reinen Faserstoff zurückzugewinnen, wird das Papier aufwändig in sechs Reinigungsstufen von allen unerwünschten Bestandteilen befreit. Hier zu sehen: Stufe 1.

Das Essity-Werk in Kostheim ist Recycling-Spezialist. Fast alle der hier hergestellten Qualitätsprodukte sind aus Altpapier. Was es dazu braucht, um das zu recyclen und weiterzuverarbeiten? Nicht zuletzt jede Menge Know-how und spezialisierte Technik. Das wird bei einem Rundgang durch die Kostheimer Altpapieraufbereitung schnell klar. Anne-Katrin Klar, Sourcing Manager for Paper Recycling, und Michael Brucker, Operations Manager Papermaking, haben uns von den Herausforderungen erzählt, die sie mit ihren Teams tagtäglich meistern. 

Herausforderung 1:  Papier ist nicht gleich Papier 
 
Immerhin unterscheiden Altpapierhändler 95 verschiedene Altpapiersorten! „Nur wenige davon sind allerdings für Hygienepapiere freigegeben. Und es gibt maximal zehn Qualitäten, die wir tatsächlich in Kostheim nutzen können“, erzählt Anne-Katrin Klar. Ganz vorne dabei: der „Mixed Office Waste“, also Büropapiere. Ihm folgen die Mischpapiere aus der Recycling-Tonne, Druckereiabfälle, Zeitungen, Magazine, Bücher und Kartons. Diese Sorten fragt allerdings auch die Verpackungsindustrie stark nach. „Damit wir ausreichende Mengen bekommen, müssen wir sie uns also schon an der Quelle sichern. Deshalb kaufen wir mittlerweile direkt von den Entsorgern“, sagt Anne-Katrin.
 
Herausforderung 2:  Hält der Inhalt, was das Äußere verspricht? 

Das Altpapier, vorerst noch ein reines Abfallprodukt, wird von den Entsorgern per Lkw in großen verpressten und verdrahteten Ballen angeliefert. Niemand kann mit Sicherheit sagen, was da drinsteckt. „Deshalb sind langfristige, vertrauensvolle Beziehungen zu unseren Entsorgern sehr wichtig“, weiß Anne-Katrin. Außerdem hat das Kostheimer Werk eine bislang einzigartige Technik entwickelt, mit der sich die Papierqualität zusätzlich überprüfen lässt. „Veritas“ – „Wahrheit“: So der Projektname des Messgeräts, das Licht im Nah-Infrarotbereich nutzt, um unterschiedliche Faktoren zu analysieren. Etwa Helligkeit und Feuchtigkeitsgehalt des Papiers, die Menge an Plastik und Füllstoffen wie Asche sowie den Anteil an Fasern. Genau die sind essenziell für die Hygienepapierproduktion.  
 
Herausforderung 3: Der Müll muss raus 
 
Danach folgt richtig harte Arbeit für die Kostheimer Altpapierfabrik. Um den reinen Faserstoff zurückzugewinnen, wird das Papier aufwändig in sechs Reinigungsstufen von allen unerwünschten Bestandteilen befreit. Heftklammern und andere Metallteile sind dabei eher unproblematisch. „Obwohl sie dazu führen, dass die Anlagen schneller verschleißen“, sagt Michael Brucker. Auch kleine Plastik-Give-Aways, die sich oft in Magazinen finden, lassen sich noch recht gut herausfiltern. Bei Metall und Plastik helfen Magnete, Schleudern und Siebe. „Je mehr Produktproben allerdings eingeklebt werden und je mehr ein Papier grundsätzlich behandelt ist – mit Leimen, Druckfarben, Lacken oder anderen Effektmitteln–, desto schwieriger wird es“, betont Michael. 
 
Die Anlage in Kostheim ist dafür entsprechend ausgerüstet. Deshalb kann die Papiermaschine den gereinigten Faserstoff bald darauf zu neuem Papier verarbeiten. 
 
 

Rohstoff Altpapier

 
Papier ist ein wichtiger Rohstoff. Damit er wiederverwertet werden kann, sind wir alle gefragt. Papier muss möglichst sauber bleiben und richtig getrennt werden. Die Frage ist nur: Wie? Denn nicht alles, was wie Papier aussieht, ist auch Papier. Hier ein paar Tipps:

Do's und Don't für die Papiertrennung