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Von der Neugier zur Anwendung: AI im Arbeitsalltag bei Essity

Christoph Works

AI (Künstliche Intelligenz) ist längst mehr als ein Zukunftsthema, sie verändert bereits heute, wie wir arbeiten, Entscheidungen treffen und Innovationen vorantreiben. Bei Essity begegnen wir dieser Entwicklung nicht nur mit technischer Expertise, sondern vor allem mit Neugier und dem Anspruch, AI sinnvoll und verantwortungsvoll in den Arbeitsalltag zu integrieren. Einer der Menschen, die diesen Wandel aktiv mitgestalten, ist Christoph. Seit 2023 beschäftigt er sich intensiv mit dem Thema AI und bringt seine Perspektive als AI-Analyst in das Unternehmen ein:

Warum mich AI jeden Tag begeistert

Für mich ist AI (Artficial Intelligence, auf Deutsch: Künstliche Intelligenz) weit mehr als nur eine neue Technologie – ich sehe darin ein enormes Potenzial, wie wir in Zukunft arbeiten, denken und entscheiden. Wenn ich über meine Arbeit spreche, dann verbinde ich sie mit einem Gefühl von Aufbruch: einer Mischung aus Neugier, Staunen und manchmal auch Überraschung. Genau das begeistert mich jeden Tag aufs Neue.

Seit über fünf Jahren bin ich Teil von Essity und arbeite heute als AI Analyst im Artificial Intelligence Center of Excellence (AICoE). Meine Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass AI bei Essity nicht einfach eingeführt wird, sondern wirklich verstanden, sinnvoll genutzt und verantwortungsvoll eingesetzt wird. Ich begleite den Weg in eine Zukunft, die durch Technologie effizienter werden kann, dabei aber den Menschen nie aus dem Blick verliert.

Mein Weg zum Thema AI

Als ich bei Essity startete, war ich im Digital Marketing unterwegs – weit entfernt von Data Science oder Machine Learning. Doch Ende 2023, als generative AI wie ChatGPT plötzlich überall diskutiert wurde, spürte ich sofort: Das ist mehr als ein Trend. Ich wollte verstehen, was diese Technologie wirklich kann.

Parallel zu meinem berufsbegleitenden Masterstudium mit einem Schwerpunkt auf Data Mining & Big Data begann ich, mich intensiver mit der strukturierten Analyse von Daten, Mustern und Entscheidungslogiken auseinanderzusetzen. Je tiefer ich einstieg, desto klarer wurde mir, wie viel Potenzial darin steckt. Der Moment, der mich endgültig gepackt hat, war, als ich merkte, wie schnell und intuitiv sich mit AI-Ideen in funktionierende Lösungen verwandeln lassen. Es fühlte sich an, als hätte ich eine völlig neue Werkzeugkiste bekommen.

Aus Neugier wurde Leidenschaft – und aus dieser Leidenschaft wurde ein neuer beruflicher Weg. Heute gehöre ich zum AI Center of Excellence bei Essity und beschäftige mich täglich mit der Frage, wie sich AI sinnvoll in bestehende Prozesse oder unsere Produkte integrieren lässt. Rückblickend überrascht mich, wie stark AI meine Arbeit und meine Perspektive verändert hat. Genau das treibt mich an: die Möglichkeit, mit Technologie etwas zu bewegen, das vorher nicht möglich war.

Was meine Arbeit besonders macht

Mein Arbeitsalltag ist mindestens so vielseitig wie das Thema, mit dem ich mich beschäftige. In meinem Job schaue ich aus vier Perspektiven auf AI – und genau diese Mischung macht ihn für mich so spannend.

Der wichtigste Faktor sind für mich immer die Menschen. Wer nutzt AI eigentlich? Und wer übernimmt Verantwortung? Mir ist es wichtig, dass Kolleg*innen verstehen, was AI leisten kann – aber auch, wo die Grenzen liegen. Deshalb haben wir Trainings aufgesetzt, Austauschformate geschaffen und einen offenen Dialog etabliert. AI Literacy ist für mich keine technische Spielerei, sondern eine echte Zukunftskompetenz. Besonders stolz macht mich, dass mit Copilot Mitarbeitende einen sicheren Zugang zu AI haben. Mehr als 3.000 Kolleginnen und Kollegen haben, zum Beispiel unser „AI for Everybody“-Training absolviert und so ihr Wissen zum Thema AI aufgebaut und erweitert.

Natürlich gehört auch die technologische Seite dazu. Gemeinsam schauen wir uns neue Modelle an, bewerten Risiken und überlegen, wo diese Technologien für Essity wirklich sinnvoll sind. Genauso wichtig sind die konkreten Anwendungsfälle. Oft beginnt alles mit einer einfachen Frage aus dem Fachbereich: „Könnte AI uns hier helfen?“ Manchmal ist die Antwort ein klares Ja – manchmal auch ein bewusstes Nein. Diese Gespräche mag ich besonders, weil sie zeigen, wie neugierig und reflektiert unsere Organisation ist.

Ein Thema begleitet dabei alles: Verantwortung. Gerade mit Blick auf den EU AI Act stellen wir sicher, dass Sicherheit, Transparenz und klare Zuständigkeiten von Anfang an mitgedacht werden.

Technologie, die im Alltag unterstützt

Ich erlebe täglich, wie AI Kolleg*innen unterstützt – etwa im Einkauf, im Kundenservice, in der Softwareentwicklung, im Vertrieb oder in Forschung und Entwicklung.

Dabei begeistert mich die Offenheit und gleichzeitig der kritische Blick. Denn gute Technologie braucht beides: Neugier und Verantwortungsbewusstsein. Genau diese Balance im Team zu halten, macht meine Arbeit für mich so besonders.

Wie AI mich auch privat begleitet

AI hat nicht nur meine Arbeit geprägt, sondern auch kleine Lösungen für meinen Alltag ermöglicht. Aus einer einfachen Idee entstand meine erste eigene iOS-App: LinkVault. Ich wollte spannende Links speichern, ohne dass sie im WhatsApp-Selbstchat verloren gehen. Heute sammelt die App automatisch Inhalte, fasst sie zusammen und organisiert alles übersichtlich.

Das Besondere daran: Ich hatte vorher keinerlei Erfahrung mit iOS-Entwicklung. Mit Hilfe von AI habe ich mir Schritt für Schritt Struktur, Design und Logik erschlossen. Dieses Projekt war für mich ein echter Aha-Moment, weil es mir gezeigt hat, was möglich wird, wenn Neugier auf die richtigen Werkzeuge trifft.

Zwischen Aha-Momenten und Lernkurven

AI ist für mich ein ständiger Wechsel zwischen Begeisterung, Lernen und Überraschung. Nicht alles funktioniert sofort, manches enttäuscht – und dann gibt es wieder diese Momente, in denen plötzlich viel mehr geht als erwartet. Genau diese Dynamik macht die Arbeit mit AI für mich so spannend.

Was „Innovate for Good“ bei Essity bedeutet

„Innovate for Good“ bedeutet für mich, Technologie dort einzusetzen, wo sie echten Mehrwert schafft. Ich erlebe täglich Kolleg*innen, die mutig ausprobieren, Verantwortung übernehmen und Lösungen entwickeln, die sinnvoll und nutzerorientiert sind. Das inspiriert mich.

Mein persönlicher Tipp

Wer mit AI arbeiten möchte, muss nicht sofort Expert*in sein. Wichtig ist Neugier. Dinge ausprobieren, Fragen stellen, kleine Projekte bauen. Wenn man versteht, wie AI für einen selbst funktioniert, lässt sich dieses Wissen in jede Rolle übertragen – egal ob in Marketing, IT, HR oder Operations. Manchmal beginnt daraus etwas Größeres. Bei mir war es eine kleine App und eine große Leidenschaft.

Über Christoph:
Name: Christoph Schmid
Job: AI-Analyst
Bei Essity seit: 2021
Text: Christoph Schmid & Yvonne Merschel