Die Anlage kombiniert einen Gegenstromwäscher mit einem Nasselektrofilter und erreicht damit eine besonders effiziente Abscheidung gasförmigen Emissionen, Aerosolen und Feinstaub. Der NEF ist die erste großtechnische Anwendung dieser Technologie in der deutschen Zellstoffindustrie und gilt als Leuchtturmprojekt für eine noch nachhaltigere Produktion. Durch die innovative Technik werden die Aerosol-/Feinstaub- und Schwefeldioxid-Emissionen des Werks um mehr als 70 Prozent der früheren Werte reduziert. Zusätzlich können jährlich ca. 45 Tonnen Magnesiumoxid und ca. 25 Tonnen Schwefel zurückgewonnen und wiederverwendet werden. Dies spart nicht nur wertvolle Rohstoffe, sondern vermeidet auch die Primärproduktion und reduziert den CO2-Ausstoß um 104 Tonnen pro Jahr. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zu den ambitionierten Nachhaltigkeitszielen von Essity: 35 Prozent weniger CO2-Emissionen bis 2030 und Klimaneutralität bis 2050.
Die Dimensionen des Projekts sind beeindruckend: Der neue Filter erreicht eine Schornsteinhöhe von knapp 60 Metern – deutlich weniger als der bisherige 135-Meter-Kamin, da das gereinigte Rauchgas erheblich sauberer ist. Die Anlage ist in den Bereich Pulp & Energy integriert und reinigt die Rauchgase aus den Rückgewinnungskesseln 6 und 7, die beim Verbrennen der Dicklauge aus der Zellstoffproduktion entstehen. Dies führt zu einer weiteren Effizienzsteigerung der CO2-neutralen Zellstofferzeugung im Mannheimer Werk und hilft den Chemikalienkreislauf noch weiter zu schließen.
Die Installation war eine logistische Meisterleistung: Rohrleitungsquerschnitte von 3,5 Metern, tonnenschwere Wabenmodule und eine neue Rohrbrücke wurden mit Spezialkränen montiert. Während des Herbststillstands wurden die Rauchgasleitungen umgebaut, die Schaltanlage installiert und umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt.
„Mit dem Nasselektrofilter setzen wir neue Maßstäbe für die Papierproduktion in Deutschland. Wir reduzieren Emissionen, schonen Ressourcen und sichern den Weiterbetrieb unserer Anlagen unter strengsten Umweltauflagen“, sagt Klaus Kuhn, Factory Manager Pulp & Energy.
Auch die Standortleitung betont die Bedeutung: „Dieses Projekt zeigt, wie wir mit innovativer Technologie unsere Klimaziele erreichen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit stärken“, erklärt Carlo Russo, Werkleiter Mannheim.
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