We’re using cookies to give you the best experience possible of Essity.com. Read more about the cookies we use and how to change your settings:

Essity B 216.8 (+4.2 SEK) on 13-Nov-2018 17:29

Select region


Global site


05_01_01.tif

Vier von zehn Eltern haben mit ihren Töchtern noch nie über die Menstruation gesprochen. Obwohl es sich um ein natürliches Phänomen handelt, werden Gespräche rund um das Thema „Periode“ nur selten geführt und in allen Gesellschaftsschichten abgelehnt – und zwar in einem Ausmaß, das alle anderen Themen übertrifft, obwohl es 50% der Bevölkerung angeht. Wir haben uns vorgenommen, das Tabu vollständig und überall zu brechen. Sie auch?

Die Marken Libresse, Bodyform, Saba und Nosotras von Essity haben sich mit einer Reihe von Influencern zusammengetan, um die weltweite Kampagne #bloodnormal zu starten. Sie soll zu mehr Gesprächen über die Periode anregen und dafür sorgen, dass sich die Menschen an den Umgang mit diesem Thema gewöhnen.
 
Einer der wichtigsten Bereiche, in denen wir zum Thema „Menstruation“ lauter werden müssen, ist die Familie. Denn hier wird das Tabu von Generation zu Generation weitergegeben. Wir haben 10.000 Männer und Frauen zum heutigen Stand der Stigmatisierung befragt und kamen zu überraschenden Ergebnissen.
 
56% der Jugendlichen würden sich z. B. lieber in der Schule mobben lassen, als mit ihren Eltern über die Periode zu sprechen. Aus unserer Essentials Initiative Survey 2018 geht sogar hervor, dass 41% der Eltern mit Töchtern noch nie mit ihnen über die Menstruation gesprochen haben. Diese Erkenntnisse gehören zu den vielen Gründen, weshalb wir uns dazu verpflichtet fühlen, Veränderungen herbeizuführen und das Schweigen in Zusammenhang mit diesem Tabu-Thema zu brechen.
 
Bodyform, eine der führenden Marken von Essity im Bereich Damenhygiene im Vereinigten Königreich, hat sich mit dem Self Esteem Team zusammengetan, um die sogenannte „period poverty“, die Perioden-Armut, zu bekämpfen. Dafür stellten sie kostenlose und auf Mädchen im Alter von 12 bis 18 Jahren zugeschnittene Kurse für 2.500 Mädchen bereit.
 
„Wir waren zutiefst berührt, als wir erfuhren, dass manche Mädchen im Vereinigten Königreich vom Schulunterricht fernbleiben, weil sie sich keine Hygieneprodukte leisten können, und sie sogar zu Socken und anderen Gegenständen greifen, um das Menstruationsblut aufzusaugen“, berichtet Traci Baxter, Marketing Manager bei Bodyform. „Wir können die Probleme im Zusammenhang mit der Periode nicht angehen, wenn wir nicht über sie sprechen können. Wir müssen die Stigmatisierung abbauen und junge Frauen dazu ermutigen, sich nicht für ihren Körper zu schämen“, findet Baxter. 
Der positive Einfluss von Gesprächen zum Thema „Menstruation“ auf Familien ist enorm und ungeheuer wertvoll. Es reicht schon aus, einen Dialog einzugehen, um das Vertrauen zwischen Familienmitgliedern zu stärken.
Bodyform drängt nun darauf, dass andere Damenhygienemarken dem Beispiel folgen und weitere Initiativen starten, um Menstruationstabus zu brechen und Perioden-Armut zu bekämpfen.
 
„Die Periode ist ein Tabuthema, das langsam aber sicher stärker in den Vordergrund tritt. Obwohl sie zum Leben von Frauen dazugehört wird sie stigmatisiert und man kann kaum darüber sprechen. Wir wissen, dass das Auswirkungen auf junge Frauen hat“, sagt Baxter.
 
Wie die Ergebnisse zeigen, kommt den Eltern aufgrund mangelnder Gespräche mit ihren Töchtern über die Menstruation ein wesentlicher Teil der Verantwortung für dieses Problem zu. Wir haben uns mit Vater und Stand-Up-Komiker Steve Herndon über seine Rolle als Vater seiner Tochter Saffron unterhalten. Er spricht die Verantwortung an, die Vätern zum Brechen des Menstruationstabus zukommt:
„Ich würde sagen, unsere Rolle ist es, zuzuhören, versuchen zu verstehen und, natürlich, Geduld zu zeigen. Das ist wesentlich für unsere Rolle als Eltern und definitiv unheimlich wichtig für diese Situation. Ich weiß, dass sich junge Mädchen womöglich nicht trauen, darüber zu sprechen. Und wenn man sich noch nie mit seiner Tochter über persönliche Themen aus ihrem Leben unterhalten hat, wird das ein schwieriger Schritt. Wir Männer sollten jedoch den Mut zeigen, unsere Töchter wissen zu lassen, dass sie mit uns über alles reden können; dass wir nicht unwissend sind und für sie da sein und sie unterstützen wollen“, empfiehlt Herndon.
 
Als wichtige Einflussgröße rund um die Welt glauben wir, dass Gespräche über dieses Thema mindestens genauso wichtig sind, wie die Verbreitung von Wissen oder die Verbesserung von Hygieneprodukten. Das ist von wesentlicher Bedeutung für die menschliche Würde und Lebensqualität nicht nur von Millionen von Mädchen und Frauen, sondern ebenso von der Familie als Einheit. 
 
„Der positive Einfluss von Gesprächen zum Thema ‚Menstruation‘ auf Familien ist enorm und ungeheuer wertvoll. Es reicht schon aus, einen Dialog einzugehen, um das Vertrauen zwischen Familienmitgliedern zu stärken. Dabei geht es aber nicht nur um die Stärkung von Mutter-Tochter-Beziehungen, auch wenn es logisch und natürlich ist, wenn sich ein Mädchen jemandem anvertrauen möchte, der selbst Erfahrung mit der Periode hat. Nur 3% aller Befragten berichten, über ihren Vater zum ersten Mal von der Periode erfahren zu haben. Es ist also an der Zeit, dass wir Väter – genauso wie Söhne und Brüder auch – in das Gespräch einbeziehen, um das Wissen zu vertiefen und für mehr Unterstützung zu sorgen“, meint Baxter.
 
Wenn es um Tipps aus erster Hand geht für Väter, die sich darin schwer tun, mit ihren Kindern über die Periode zu sprechen, hat Steve Herndon ein paar weise Worte parat:
 
„Man kann es mit Stand-Up vergleichen: Beim ersten Mal auf der Bühne fühlt man sich total unwohl. Die Knie zittern und man hat das Gefühl, sich jeden Moment übergeben zu müssen. Beim zweiten Mal zittern die Knie etwas weniger und beim dritten fragt man sich, warum man bloß beim ersten Mal so viel Angst hatte.“

Lassen Sie uns über die #essentials für Hygiene und Gesundheit sprechen.
 
Quellen:
  • Essity Femcare Hero II Brand Campaign Survey, 2017. Essity gab eine Online-Umfrage mit 10.017 Männern und Frauen im Alter von 13–50 Jahren aus 10 verschiedenen Ländern in Auftrag. Essity gab eine Online-Umfrage mit 10.017 Männern und Frauen im Alter von 13–50 Jahren aus dem Vereinigten Königreich, Frankreich, den Niederlanden, Schweden, Russland, Mexiko, Argentinien, Südafrika, China und Malaysia in Auftrag.  Die Interviews der Umfrage fanden zwischen dem 18. April und dem 9. May 2017 statt. Die Fehlerspanne dieser Umfrage liegt bei +/– 0,98%. Die Umfrage wurde durchgeführt von Bilendi, einem globalen Forschungs- und Befragungsunternehmen.

Vier von zehn Eltern haben mit ihren Töchtern noch nie über die Menstruation gesprochen.

– Essity Femcare Hero II Brand Campaign Survey, 2017.